SEPA - Single Euro Payments Area

Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum

Zur vollständigen Schaffung des europäischen Binnenmarktes werden ab Anfang 2008 sukzessive auch innerhalb Deutschlands einheitliche europäische Standards für Überweisungen, Lastschrifen sowie Kartenzahlungen umgesetzt. Der Zahlungsverkehr in Europa wird damit einheitlich und einfach.

Ziel & Weg

Einheitliche Verfahren für Europa ab 2014

Die Schaffung des Euro-Zahlungsverkehrsraumes SEPA ist Teil der Umsetzung des Binnenmarktes. Ein Schritt war die Euro-Bargeldeinfühung 2002. Nun werden die nationalen Verfahren für Überweisungen und Lastschriften mit Kontonummer und Bankleitzahl auf Grund gesetzlicher Vorgaben der Europäischen Union zum 1. Februar 2014 durch die SEPA-Zahlverfahren unter Nutzung von IBAN und BIC abgelöst.

 

Europa wird bis 2016 zum Binnenmarkt

In einer Übergangszeit bis 1. Februar 2016 können Privatkunden (Verbraucher) Zahlungen noch mit Kontonummer und Bankleitzahl vornehmen. Firmenkunden (Nicht-Verbraucher) müssen jedoch bereits ab 1. Februar 2014 die neuen SEPA-Zahlverfahren verwenden. Als Kunde der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG profitieren Sie von Anfang an vom Binnenmarkt und von SEPA. Seit dem Start der SEPA-Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Jahren 2008 und 2009 können Sie diese bereits parallel nutzen.

 

Technische Infrastruktur seit 2008

Die Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützen seit 2008 mit ihrer technischen Infrastruktur die neuen SEPA-Zahlverfahren und sind bereit.

IBAN & BIC

IBAN und BIC vereinfachen und vereinheitlichen Zahlungen im Binnenmarkt. Sie sind international gültige Kennungen und bezeichnen ein Konto beziehungsweise ein Kreditinstitut. IBAN und BIC bilden die Grundlage für die Adressierung von Konten und Banken insbesondere im Binnenmarkt mit der Umsetzung von SEPA.

IBAN und BIC finden Sie auf Ihrem Kontoauszug, auf der Rückseite Ihrer VR-BankCard oder im OnlineBanking.

IBAN - International Bank Account Number

Für Konten in Europa

Mit der internationalen Bankkontonummer IBAN (International Bank Account Number) können Zahlungsverkehrskonten, insbesondere in der Europäischen Union (EU), genau identifiziert werden. Die IBAN wird für jede bestehende Kontonummer vergeben. Das heißt, sofern Sie mehrere Kontonummern haben, erhalten Sie für jedes Konto eine seperate IBAN. Die IBAN besteht aus bis zu 34 Ziffern und Buchstaben. Für jedes Land ist eine bestimmte Länge festgelegt.

IBAN für Konten in Deutschland

In Deutschland ist die IBAN 22 Stellen lang. Sie setzt sich aus dem zweistelligen Länderkennzeichen DE, einer zweistelligen Prüfziffer, der achtstelligen Bankleitzahl und der zehnstelligen Kontonummer zusammen. Kontonummern, die weniger als zehn Stellen haben, füllt Ihre Bank linksbündig mit Nullen auf.

Leicht lesbar

Damit Sie die IBAN leicht lesen können, wird sie für die papierhafte Schreibweise in Blöcke zu je vier Stellen getrennt. Zusätzlich wird die Bezeichnung "IBAN" vorangestellt.

So sieht zum Beispiel eine IBAN für Deutschland aus:

DE10 1009 0044 0532 0130 18

Wo finde ich die IBAN meines Kontos

Die IBAN finden Sie auf Ihrem Kontoauszug, auf der Rückseite Ihrer VR-BankCard oder im OnlineBanking. Wenn Sie mehrere Konten haben, erhalten Sie pro Konto eine IBAN.

Sie können uns auch gerne danach fragen.

BIC - Business Identifier Code

Internationale Bankleitzahl

Die "Society für Worldwide Interbank Financial Telecommunications" (SWIFT) vergibt an jede Bank eine eindeutige Kennung: den "Business Identifier Code" (BIC), bis 2010 auch "Bank Identifier Code" genannt. Der BIC ist der internationale standardisierte Bank-Code, vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland.

Der BIC ist immer gleich aufgebaut

Der BIC hat acht oder elf Stellen und besteht aus folgenden Teilen:

  • vierstelliger Bank-Code
  • zweistelliger Länder-Code
  • zweistelliger Orts-Code
  • dreistelliger Code für Filiale oder Abteilung (optional)

Der BIC Ihrer Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG lautet: GENO DE F1 DSB

Ihre IBAN und BIC

Angaben auf Rechnungen und Kontoauszügen

Wer innerhalb des EU-Binnenmarktes - somit auch in Deutschland - Rechnungen ausstellt, sollte darauf seine IBAN und den BIC seines Kreditinstitutes angeben. Dies sollte immer dann erfolgen, wenn der Kunde per Überweisung bzw. per Lastschrift zahlen kann.

Wenn Sie zahlen

Wenn Sie eine ausgestellte Rechnung bezahlen möchten, entnehmen Sie IBAN und BIC des Begünstigten seinen Geschäftspapieren (z.B. der Rechnung). Sollten Sie diese Angaben dort nicht finden, fragen Sie Ihren Geschäftspartner danach.

Wenn Sie selbst Rechnungen stellen

Ihre IBAN und den BIC Ihrer Bank finden Sie auf Ihren Kontoauszügen, auf der Rückseite Ihrer VR-BankCard oder im OnlineBanking. Wenn Sie mehrere Konten haben, erhalten Sie pro Konto eine IBAN. Innerhalb Deutschlands können Sie seit Januar 2008 IBAN und BIC für Überweisungen mit der Euro-Überweisung (SEPA) und seit November 2009 für Lastschriften mit den beiden SEPA-Lastschriftverfahren (SEPA-Basis-Lastschrift und SEPA-Firmen-Lastschrift) verwenden.

Überweisung

Die €uro-Überweisung

Die €uro-Überweisung (SEPA) hat im Jahr 2008 die EU-Standardüberweisung ersetzt. Am 28. Januar 2008 startete die europäische Kreditwirtschaft das neue europäische Überweisungsverfahren für SEPA (SEPA Credit Transfer - SCT). Somit können Sie Überweisungen in Euro innerhalb Deutschlands, in die anderen EU- / EWR-Staaten von Ihrem Konto bei uns mit der €uro-Überweisung einfach und einheitlich durchführen.

Das deutsche Kreditgewerbe hat diese einfache Überweisung gemeinsam im Zuge der Umsetzung von SEPA entwickelt. Die €uro-Überweisung ist vom Aufbau her einer Überweisung innerhalb Deutschlands sehr ähnlich und orientiert sich an der Ihnen seit Mitte 2003 bekannten EU-Standardüberweisung.

Die €uro-Überweisung hat im Jahr 2008 die EU-Standard- Überweisung ersetzt. Sie kann von Ihnen parallel zu den heutigen Inlandsüberweisungen auch innerhalb Deutschlands verwendet werden. Die €uro-Überweisung können Sie nur nutzen, wenn die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • die Überweisung erfolgt innerhalb Deutschlands, in einen anderen Mitgliedstaat der EU-/EWR-Staaten
  • der Überweisungsbetrag lautet auf "Euro"
  • als Kontoadressierung werden IBAN und BIC verwendet
  • der Kontoinhaber trägt seine Entgelte und der Zahlungsempfänger trägt die übrigen Entgelte, wie heute innerhalb Deutschlands

 

Notwendige Angaben

Bitte machen Sie immer folgende Angaben:

  • Name und Vorname bzw. Firma des Zahlungsempfängers
  • IBAN des Zahlungsempfängers
  • BIC des Kreditinstitutes des Zahlungsempfängers
  • Betragsangabe in Euro als Währung
  • optional: Angabe eines Verwendungszweckes
  • Ihren Namen und Vornamen bzw. Ihre Firma
  • Ihren IBAN (steht auf dem Kontoauszug)

Sie tragen als Kontoinhaber die Entgelte bei Ihrem Kreditinstitut und der Zahlungsempfänger trägt die übrigen Entgelte bei seinem Kreditinstitut.

Für alle Zahlungen, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, die in Länder außerhalb der EU-/EWR-Staaten gehen und für die Sonderwünsche bei der Ausführung bestehen (z.B. keine Nutzung von IBAN und BIC) verwenden Sie bitte den Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr.

Lastschrift

Die €uro-Lastschrift

Mit den beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren können künftig Gelder von Konten im Binnenmakrt eingezogen werden. Die neuen Verfahren ähnelt den heute innerhalb Deutschlands eingesetzten Verfahren (Einzugsermächti- gungsverfahren bzw. Abbuchungsauftragsverfahren). Auf europäischer Ebene wurden zwei Lastschriftverfahren - vergleichbar der heutigen Situation in Deutschland - neu entwickelt. Diese sind das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) und das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B - Business-to-Business). Beide können seit November 2009 genutzt werden.

SEPA-Basis-Lastschriften

Mit dem SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) können Sie über uns an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteinzug mittels SEPA-Basis-Lastschrift Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Einzugsermächtigungsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindung dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basis-Lastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens: Alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen seit November 2009 teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin. Dieser wird - wie bereits heute - vom Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI - Creditor Identifier). Zudem müssen Sie vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes "SEPA-Lastschriftmandat" erteilen.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Basis-Lastschriften vorlegt. Sollte einmal ein Kunde (Zahlungspflichtiger) mit einem Zahlungseinzug durch eine SEPA-Basis-Lastschrift des Zahlungsempfängers nicht einverstanden sein, kann er von uns binnen einer Frist von 8 Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastungsbuchung auf dem Konto ohne Angaben von Gründen die Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages verlangen.

SEPA-Firmen-Lastschriften

Das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B) ist speziell auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten, um insbesondere eine frühe Finalität von Zahlungen zu erzielen. Das Verfahren können Sie daher nur nutzen, wenn Sie kein Verbraucher sind. Mit dem SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren können Sie über uns an einen Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteneinzug mittels des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Abbuchungsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindung dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Firmen-Lastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens: Alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen seit November 2009 teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin. Dieser wird - wie heute - vom Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifikation, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI- Creditor Identifier). Zudem müssen Sie als Zahlungspflichtiger dem Zahlungsempfänger vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes "SEPA-Firmenlastschrift-Mandat" erteilen und Ihre kontoführende Bank als Zahlungspflichtiger vor der ersten Zahlung über die Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats unterrichten.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Firmen-Lastschriften vorlegt. Bei einer autorisierten Zahlung auf Grund einer SEPA-Firmen-Lastschrift können Sie als Zahlungspflichtiger von uns keine Erstattung des Ihrem Konto belasteten Lastschriftbetrages verlangen. Deshalb haben wir vor dem ersten Lastschrifteinzug ein besonderes Bestätigungsverfahren vorgeschaltet.

Lastschriftmandate

Für die beiden SEPA-Lastschriftverfahren existieren unterschiedliche Lastschriftmandate. Diese sind das "SEPA-Lastschriftmandat" für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren und das "SEPA-Firmen-Lastschrift-Mandat" für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren.

Als Zahlungspflichtiger erhalten Sie von Ihrem Zahlungsempfänger ein entsprechendes Lastschrift-Mandatsformular, welches Sie unterschrieben an den Zahlungsempfänger zurücksenden müssen. Vielfach sind die Lastschriftmandate Bestandteil von Verträgen, wie heute, z.B. für die Bezahlung von Telefonrechnungen.

Mit dem Lastschriftmandat autorisieren Sie gegenüber Ihrer Bank die Einlösung von jeweiligen SEPA-Lastschriften des Zahlungsempfängers. Das Mandat ist schriftlich oder in der mit einer Bank vereinbarten Art und Weise zu erteilen. In den Lastschriftmandaten müssen die folgenden Erklärungen von Ihnen als Zahlungspflichtiger enthalten sein:

Lastschriftmandatstext mit der Ermächtigung des Zahlungs- empfängers, Zahlungen vom Konto des Zahlungspflichtigen mittels SEPA-Basis-Lastschrift bzw. SEPA-Firmen-Lastschrift einzuziehen und der Weisung an die Bank des Zahlungspflichtigen, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen SEPA-Basis-Lastschriften bzw. SEPA-Firmen-Lastschriften einzulösen.

Die jeweiligen Lastschriftmandate müssen zudem folgende Angaben enthalten:

  • Bezeichnung des Zahlungsempfängers
  • eine Gläubiger-Identifikationsnummer (CI)
  • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung oder wiederkehrender Zahlung
  • Name des Zahlungspflichtigen
  • Bezeichnung der Bank des Zahlungspflichtigen
  • Kundenkennung (IBAN und BIC)

Über die Autorisierungsdaten hinaus kann ein Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten, z.B. eine Mandatsreferenznummer.

 

Das "SEPA-Lastschrift-Mandat" für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren gestattet Zahlungspflichtigen autorisierte Lastschriften innerhalb von 8 Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zu widersprechen.

 

Das "SEPA-Firmenlastschrift-Mandat" für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren gestattet Ihnen als Zahlungspflichtigen, nicht autorisierten Lastschriftbelastungen zu widersprechen. Deshalb haben Sie bei der Nutzung des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens als Zahlungspflichtiger Ihrer Bank vor der ersten Belastung eine Kopie des "SEPA-Firmenlastschrift-Mandat" vorzulegen. Solange diese vorliegt und dieser nicht widersprochen wird, werden Lastschrifteinzüge durchgeführt und belastet.

Gläubiger-ID

Allgemeine Hinweise:

Das neue SEPA-Lastschriftverfahren sieht im SEPA-Lastschrift-mandat ein verpflichtendes Merkmal zur kontounabhängigen und eindeutigen Kennzeichnung des Lastschriftgläubigers (im Folgenden: Gläubiger-Identifikationsnummer oder Gläubiger-ID) vor.

Gemeinsam mit der vom Lastschriftgläubiger vergebenen Mandats-referenznummer wird die Gläubiger-Identifikationsnummer von der Kreditwirtschaft über die gesamte Zahlungsprozesskette hinweg bis zum Zahlungspflichtigen im SEPA-Datensatz weitergeleitet. Die Mandatsreferenznummer ermöglicht in Verbindung mit der Gläubiger-Identifikationsnummer eine eindeutige Identifizierbarkeit eines Mandats, so dass der Schuldner bei Vorlage einer SEPA-Lastschrift eine Prüfung des wirksamen Bestehens des Mandats vornehmen bzw. die Zahlstelle ihm gegebenenfalls eine solche Leistung optional anbieten kann.

 

Aufbau der Gläubiger-Identifikationsnummer:

Der Aufbau der Gläubiger-ID ist SEPA-weit einheitlich. Sie setzt sich zusammen aus dem jeweiligen Ländercode, einer zweistelligen Prüfziffer, der Geschäftsbereichskennung und einem nationalen Identifikationsmerkmal, das in der Länge variieren kann, jedoch maximal 28 Stellen aufweisen darf. Die Länge der Gläubiger-ID variiert somit von Land zu Land und weist aber höchstens 35 Stellen auf.

Die Gläubiger-ID in Deutschland ist genau 18 Stellen lang und wie folgt aufgebaut:

  • Die Stellen 1-2 enthalten den Ländercode für Deutschland DE, als Land der Ausgabe der Gläubiger-ID.
  • Die Stellen 3-4 enthalten die Prüfziffer, die analog der IBAN-Prüfziffer berechnet wird, jedoch ohne Berücksichtigung der Geschäftsbereichskennung.
  • Die Stellen 5-7 enthalten die Geschäftsbereichskennung, die vom Lastschriftgläubiger - beispielsweise zur Kennzeichnung einzelner Geschäftsbereiche oder Filialen des Lastschriftgläubigers - beliebig mit alphanumerischen Zeichen versehen werden kann. Nicht zulässig sind Blanks, Sonderzeichen und Umlaute. Standardmäßig werden diese drei Stellen mit den Buchstaben „ZZZ“ belegt.
  • Die folgenden Stellen 8-18 enthalten das nationale Identifikationsmerkmal für den Lastschriftgläubiger in fortlaufend aufsteigender Nummerierung. Die achte Stelle der Gläubiger-Identifikationsnummer wird b. a. w. immer mit '0' belegt.

 

Antragstellung und Ausgabe:

Das Formular zur Beantragung Ihrer Gläubiger-Identifikations-nummer finden Sie über den unten stehenden Link zur Deutschen Bundesbank, dort am Ende der Seite unter "Downloads".

Anträge auf Erteilung einer Gläubiger-Identifikationsnummer können ausschließlich elektronisch gestellt werden. Die Antrag-stellung auf anderem Wege ist nicht möglich. Voraussetzung für die Vergabe einer Gläubiger-Identifikationsnummer durch die Deutsche Bundesbank ist, dass der Lastschriftgläubiger seinen Hauptwohn-sitz bzw. Hauptgeschäftssitz in Deutschland hat. Die Ausgabe der Gläubiger-Identifikationsnummer erfolgt per E-Mail. Für jeden Lastschriftgläubiger wird nur eine Gläubiger-Identifikationsnummer vergeben.

Begriffe

BIC

BIC steht für Business Identifier Code (ehemals Bank Identifier Code) und ist international standardisiert und vergleichbar mit der Bankleitzahl in Deutschland. Der BIC, oftmals auch noch als SWIFT-Code bezeichnet, wird neben der IBAN als zweites Identifikations- merkmal für die jeweils Konto führende Bank zur Weiterleitung von Zahlungen benötigt. Mit dem BIC können weltweit Kreditinstitute eindeutig identifiziert werden. Der BIC ist entweder 8 oder 11 Stellen lang. An der fünften und sechsten Stelle ist ein Länder- kennzeichen zu finden (z.B. DE für Deutschland).

 

EPC

Die europäischen Banken haben zur Schaffung der neuen SEPA-Zahlungsverkehrsstandards und Regelungen den europäischen Zahlungsverkehrsrat EPC (European Payments Council) geschaffen. Der EPC ist bezüglich Standards des Massenzahlungsverkehrs vergleichbar mit der Deutschen Kreditwirtschaft in Deutschland.

 

EU

Die Europäische Union besteht derzeit aus 27 Mitgliedstaaten. Diese sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern.

 

Euro-Staaten

Zum Januar 2011 haben 17 EU-Migliedstaaten den Euro als Währung eingeführt. Die Staaten der Euro-Zone sind derzeit: Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien und Zypern.

 

EWR

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) besteht derzeit aus 30 Ländern. Dies sind die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie die drei EWR-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen.

 

IBAN

IBAN steht für International Bank Account Number. Sie ist eine standardisierte internationale Bankkontonummer. Die IBAN besteht aus einem internationalen Teil, der sich aus einem Länderkenn- zeichen, einer Prüfzahl und einer national festgelegten Komponente zusammensetzt. Diese ist für Deutschland die Bankleitzahl und die Kontonummer. Die IBAN besteht insgesamt aus maximal 34 alpha- numerischen Zeichen. Die Länge der IBAN ist je Land unter- schiedlich. Die Anzahl der alphanumerischen Zeichen ist jedoch innerhalb eines Landes einheitlich. In Deutschland besteht die IBAN aus insgesamt 22 Buchstaben und Ziffern.

 

SEPA

SEPA (Single Euro Payments Area) ist der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Mit SEPA wird eine einheitliche europäische Zahlungslandschaft für Euro-Zahlungen entstehen. Diese umfasst derzeit 32 Länder. Neben den 17 Euro-Staaten sind alle weiteren EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Auch die Kreditinstitute in den drei Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) Island, Liechtenstein und Norwegen sowie zusätzlich Monaco und die Schweiz wollen die neuen europäischen Zahlungsinstrumente einführen. Die neuen Zahlungsverkehrsstandards wurden seit 2008 sukzessive eingeführt und stehen derzeit parallel zu den nationalen Verfahren zur Verfügung.

Prüfen Sie Ihren aktuellen Stand mit dem SEPA-Navigator

Mit SEPA wird der Zahlungsverkehr einheitlich. Seit Anfang 2008 werden nach und nach europaweit einheitliche Standards für Überweisungen, Lastschriften sowie Kartenzahlungen umgesetzt. Sie als Firmenkunde müssen bereits ab 01.Februar 2014 die neuen SEPA-Zahlverfahren anwenden.

SEPA-Navigator

Mit dem nachfolgenden SEPA-Navigator können Sie selbst ermitteln, wie gut Sie bereits heute über SEPA informiert und auf die damit verbundenen Änderungen vorbereitet sind.

IBAN-Konverter

Mit dem IBAN-Konverter können Sie Ihre Kundendaten schnell und sicher auf IBAN und BIC umstellen.

Für unsere Kunden steht hierzu eine kostenlose Software zum Download bereit.

Auf Knopfdruck

Der IBAN-Konverter ermittelt aus einzelnen Kontonummern und Bankleitzahlen oder aus ganzen Datenbeständen die jeweils entsprechende IBAN und ergänzt den BIC.

 

Download

Der IBAN-Konverter ist eine Software der genossenschaftlichen Finanzgruppe. 

 

Systemvoraussetzungen

Unterstützt wird der Betrieb unter den aktuellen Windows-Betriebssystemen Windows XP (ab Servicepack 2), Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 (nur die PC-Version).

 

Für unsere Kunden ist der Download kostenfrei.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Berater. Er hält den zum Download nötigen Benutzernamen und das Passwort für Sie bereit.

Bitte beachten Sie, dass der Download mit Administratorrechten durchgeführt werden muss.