Spendengala mit Dr. Günther Beckstein

am 18.11.2013 in der Veit-vom-Berg-Halle in Uehlfeld

Auszug aus der Fränkischen Landeszeitung vom 20.11.2013:

Der Montagabend war in Uehlfeld nicht nur ein Glückstag für viele Vereine, die mit Spenden von insgesamt 20.000 Euro bedacht wurden. Den Abend machte der Raiffeisenbank-Vorstand auch "zum Signal aus dem Unteren Aischgrund zur Wiedereinführung des Buß- und Bettags" - und dachte sich eine "Saalwette" aus.

Es war eine bunte Mischung von Kultur, Wohltätigkeit - neben den ausgeschütteten Spenden wurden 1.750 Euro für "Brot für die Welt" gesammelt - Würdigung des Ehrenamtes, einem prominenten Gastredner und einer Initiative zur Wiedereinführung des Buß- und Bettages als Feiertag, zu der zahllose Helfer beitrugen. Neben den Mitarbeitern der Raiffeisenbank war auch die Feuerwehr aktiv.

Dr. Günther Beckstein machte es sich beim dem Thema "Christ sein und Politik" nicht einfach. Er eckte Widersprüche nicht mit schönen Worthülsen zu, sondern berichtete von den Bedenken eines befreundeten Pfarrers, als er Politik-Profi werden wollte. ... Zum Buß- und Bettag verwies er darauf, wie wichtig es sei, immer mal wieder innezuhalten und Bilanz zu ziehen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion plädierten alle für die Wiedereinführung des Feiertags, auch der noch aktive Politiker, Landtagsabgeordneter Hans Herold. Sogar Arbeitgeber Adolf Wedel und Bürgermeister Werner Stöcker meinten, der Ausfall der Arbeitszeit lasse sich verschmerzen. Dekan Matthias Ewelt sagte "der einzige Vorteil an der jetzigen Regelung sind die gut besuchten Kinderbibeltage". Schulleiterin Hildegard Mestel war für eine klare Regel: "Die Lehrer nutzen den Buß- und Bettag eigentlich im ursprünglichen Sinne zur Kursbestimmung und Reflexion. Aber für die Eltern ist es nicht nachzuvollziehen, dass ihre Kinder an diesem Tag nicht betreut werden." ...

Dass dieser Feiertag dem Vorsitzenden der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach als Veranstalter der Spendengala besonders am Herzen liegt, wurde am Ende deutlich, als Karl Baum die  Idee einer "Saalwette" aufgriff: Mit seinem Dienstfahrrad, seiner Posaune und einem T-Shirt für den Buß- und Bettag als Feiertag radelte er in die Halle und bot dem ersten evangelischen Ministerpräsidenten nach dem Zweiten Weltkrieg eine Wette an: Sollte es gemeinsam gelingen, den Feiertag wieder einzuführen, werde er mit dem Fahrrad zum darauf folgenden politischen Aschermittwoch nach Passau fahren und unterwegs bei jeder VR-Bank und jedem Bürgermeister eine Spende für einen sozialen Zweck einwerben. Der Wetteinsatz den der Dr. Günther Beckstein verordnete, der sich ansonsten, wie er bekundete, allmählich aus seinen Ehrenämern zurückziehen will: "Dann machen Sie einem Ihnen unbekannten Bürger eine Freude mit einem Besuch - so wie heute uns".

Eigentlich wird Dr. Günther Beckstein erst am Samstag 70 Jahre alt. Vom Vorstandsteam der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach, Karl Baum und Christine Sengenberger, gab es jetzt schon erste Geschenke.

Auszug aus der Fränkischen Landeszeitung vom 21.11.2013

Im Namen aller Bedachten dankte Uehlfelds Bürgermeister Werner Stöcker und wies darauf hin, dass ein Geldinstitut nur dann Spenden in dieser Höhe ausschütten könne, wenn zum einen die Vorstände auf Geschäftswagen der Luxusklasse verzichteten, und wenn zum anderen die Bevölkerung sich an das Geldinstitut vor Ort wende.

Einige der Empfänger gestalteten den Abend gleich mit: Die Posaunenchöre aus Uehlfeld, Schornweisach/Vestenbergsgreuth, Dachsbach, Oberhöchstädt und Gerhardshofen unterhielten die Gäste bereits im Vorfeld, spielten zum Einzug des Ministerpräsidenten a.D. das Frankenlied und erbauten das Publikum mit ihren kurzen Beiträgen zwischen den Programmpunkten. Vorstandsvorsitzender Karl Baum spielt selbst in Uehlfeld mit und betrieb bei der Spendenübergabe, von der auch das Jugendblasorchester Aischgrund profitierte, gleich Nachwuchswerbung.

Etwas mitgebracht hatten auch viele Grundschüler, die am mittlerweile zehnten Projekt unter dem Titel "Kunst im unteren Aischgrund" teilgenommen haben. Sie präsentierten ihre Kunstwerke, die im aktuellen Kalender in einer Auflage von 2.300 Stück berühmt werden. Im Gegenzug wurden ihren Grundschulen in Uehlfeld und Dachsbach-Gerhardshofen, aber auch allen anderen, die von den Kindern im Wirkungsbereich der Bank besucht werden, Umschläge übergeben: der Grundschule Vestenbergsgreuth, der Berufsschule im Landkreis, den Realschulen in Neustadt und Höchstadt sowie den Gymnasien in diesen beiden Städten. Die Arbeit der Kindergärten wurde gewürdigt, namentlich in Uehlfeld, Dachsbach, Gerhardshofen, Schornweisach, Birnbaum und Vestenbergsgreuth.

Gefördert wird aber auch der Sport, nämlich der FC Dachsbach-Birnbaum, die Spielvereinigung Uehlfeld, der TSV Vestenbergsgreuth, außerdem zwei Reitvereine - der RTC Aischgrund in Demantsfürth und das Gewinn-Sport-Leistungs-Team Kästel. Die Fußballmannschaften liefen gleich in ihren neuen, von der Bank gesponserten Trikots ein. Unterstützt wird die "First Responder-Gruppe" der Feuerwehr Uehlfeld und das Jugendrotkreuz, ein Buch über die Geschichte Dachsbachs und die Figurenbeute in Uehlfeld, die Schützen aus Vestenbergsgreuth sowie die Diakonievereine Uehlfeld/Kleinweisach sowie Dachsbach/Gerhardshofen, die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Uehlfeld und die Gemeindevereine Vestenbergsgreuth und Schornweisach, die Lebenshilfe des Landkreises, das Blaukreuzhaus Rauschenberg sowie die Siebnerei Traishöchstädt/Arnshöchstädt, die eine Siebenertruhe benötigt. Eine Einzelspende - mit Unterstützung der Firma Meinl - ging an einen Schützling der Lebenshilfe im Nachbarlandkreis: Autodidakt Marcus Büschel bekam ein komplettes Schlagzeug.