Generalversammlung am 04.07.2016

in der Aischgrundhalle Dachsbach-Gerhardshofen

Auszug aus der Fränkischen Landeszeitung Nr. 159 vom 12. Juli 2016:

Einen Schwerpunkt der Generalversammlung der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG bildete der Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr. Das Jahr 2015 bezeichnete Vorstandsvorsitzende Christine Sengenberger als "ein besonderes Jahr", habe es doch im Vorstand einen Wechsel gegeben. Davon zeugte ihr Vorgänger Karl Baum, der als Ehrenvorstand an der Veranstaltung teilnahm.

Das vergangene Jahr war nach ihren Worten von einer noch nie dagewesenen Niedrigzinsphase geprägt. Einlagezinsen von "0", ja sogar Debatten über Negativzinsen seien die aktuelle Realität. "Bereits jetzt steht fest, dass unser Haus ab August Strafzinsen für Anlagen bei der Zentralbank zahlen muss", so Sengenberger. Durch die von der EZB betriebene Niedrigzinspolitik finde eine Geldentwertung auf Kosten aller Sparer, aber auch der klassischen Banken statt. Das sei für die Systeme nicht gesund und könne auf Dauer auch nicht gut gehen. Für die regional ansässigen Banken sei es immer schwerer, im traditionellen Geschäft mit Einlagen und Krediten auskömmliche Margen zu erzielen. "Gleichzeitig werden wir von einer noch nie dagewesenen Regulierungswelle überrollt", so Sengenberger. Über das Geschäftsjahr 2015 berichtete ihr Vorstandskollege Andreas Rittmayer. Er bezeichnete 2015 als "ordentliches Jahr, mit dem wir durchaus zufrieden sein können". Auch 2015 sei man auf Wachstumskurs gewesen. Die Bilanzzahlen verdeutlichen dies durch eine positive Entwicklung. So sei die Bilanzsumme um 4,1 Millionen Euro oder 3,1 Prozent auf 134,6 Millionen Euro angestiegen. 401 neue Kreditengagements seien bearbeitet worden. Das Volumen im Kreditgeschäft sei dadurch um deutliche 6,8 Prozent auf 79,2 Millionen Euro angestiegen. Hintergrund sei hier ganz klar das niedrige Zinsumfeld. Besonders hervorheben wollte Rittmayer den Anteil an der Mittelstandsfinanzierung. So machten Firmenkredite an der Bilanzsumme rund 25 Prozent aus. Bei den deutschen Großbanken betrage diese Quote dagegen nur etwa acht Prozent. Neben den bankeigenen Ausleihungen sind auch die von Kunden an die Verbundpartner vermittelten Kredite und Darlehen um 7,2 Prozent auf 21,3 Millionen Euro gewachsen. Das betreute Kundenkreditvolumen betrug insgesamt 104,5 Millionen Euro, was einer Steigerung von 5,9 Prozent entspricht. Was die Bankeinlagen betrifft, sind diese laut Rittmayer um 3,9 Millionen Euro, das entspricht 3,8 Prozent, auf 105,2 Millionen Euro angestiegen. Die täglich fälligen Guthaben - also das Geld auf Giro- oder Tagesgeldkonten - hätten dabei mit 6,4 Millionen Euro den stärksten Anstieg verzeichnet. Im Gegenzug hätten sich die Festgelder mit einer längeren Laufzeit deutlich um 6,0 Millionen Euro reduziert, weil die Sparer für längerfristige Einlagen auch keine bessere Verzinsung wie auf Tagesgeldkonten mehr erhielten. "Das Guthaben wird einfach kurzfristig vor sich hergeschoben." Den Reingewinn bezifferte der Vorstand auf rund 86.000 Euro. Die Eigenkapitalbasis von 14,4 Millionen Euro sei "überdurchschnittlich gut." Rittmayer: "Gerne tragen wir mit gut 140.000 Euro Gewerbesteuern zur Finanzierung des Gemeinwesens in unseren Kommunen bei." In Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat schlug Rittmayer vor, eine Dividende von 4,0 Prozent auf die gezeichneten Geschäftsanteile auszuschütten. Rund 40.000 Euro vom Jahresgewinn fließen damit an die Eigentümer der Genossenschaft zurück. Die Anzahl der Mitglieder, informierte er weiter, habe sich im Jahr 2015 um 91 auf 3.482 erhöht. Laut Satzung mussten zwei der sechs Aufsichtsratsmitglieder ausscheiden. In diesem Jahr waren es Gerhard Bärthlein und Reinhard Heller. Von Bärthlein, der aufgrund der Altersgrenze nicht mehr wählbar war, verabschiedete man sich nach 15 Jahren. Wiedergewählt wurde Reinhard Heller, neu ins Gremium kam Stefan Bär - beide wurden einstimmig gewählt. Für 60 bzw. 50 Jahre Mitgliedschaft wurden acht treue Mitglieder der Genossenschaft geehrt.

Die Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG hielt ihre Generalversammlung in der Aischgrundhalle Dachsbach-Gerhardshofen ab.

Musikalisch umrahmt wurde die Generalversammlung auch dieses Jahr wieder von den Dachsbacher Volksmusikanten.

Turnusgemäß schieden aus dem Aufsichtsrat Herr Gerhard Bärthlein und Herr Reinhard Heller aus. Gerhard Bärthlein stand aufgrund Erreichens der Altergrenze nicht mehr zur Verfügung und wurde nach über 15 Jahren Tätigkeit im Aufsichtsrat verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Herr Stefan Bär aus Traishöchstädt gewählt. Reinhard Heller wurde einstimmig wiedergewählt.

Für 50 bzw. 60 Jahre Mitgliedschaft wurden acht treue Mitglieder der Raiffeisenbank geehrt.

Die Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG spendete jeweils drei "Raiffeisen-Bänke" an die Gemeinden Dachsbach und Gerhardshofen. Für ihren vorbildlichen Einsatz erhielt auch die Freiwillige Feuerwehr Markt Dachsbach eine Spende. Insgesamt spendete die Raiffeisenbank 4.300,00 Euro.

 

Auszug aus der Fränkischen Landeszeitung Nr. 160 vom 13. Juli 2016:

Da in den Kommunen das Geld grundsätzlich knapp sei, seien gute Parkbänke in den Gemeinden Mangelware, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG, Christine Sengenberger bei der Generalversammlung. Witterungsbedingt müssten vorhandene Holzbänke im Winter auch oft demontiert werden. Aus diesem Grund hatte sich die Raiffeisenbank Uehlfeld-Dachsbach eG entschieden, den Gemeinden Dachsbach und Gerhardshofen jeweils drei wetterfeste "Raiffeisen-Bänke" zu spenden. Deutlich erkennbar an den "Markenfarben" blau und orange tragen die Bänke die Aufschrift "Eine Bank von meiner Bank." Die Bürgermeister von Dachsbach und Gerhardshofen nahmen die Spende entgegen. Zusammen mit der Spende an die Feuerwehr spendete die Bank 4.300,00 Euro.